Der BSV Bern musste sich Pfadi Winterthur in einer intensiven und bis zum Schluss offenen Partie knapp mit 30:31 geschlagen geben.
Die Stadtberner starteten ausgeglichen in die Begegnung. Michael Kusio erzielte früh das 1:1, wenig später folgte die erste Zeitstrafe. Levin Wanner traf aus kleinem Winkel zur Führung, während Seravalli mit ersten Paraden Akzente setzte. Pfadi drehte die Partie zwischenzeitlich per Penalty, doch Jonas Kalt und Wanner hielten den BSV im Spiel. In der ersten Halbzeit gelang es den Winterthurern jedoch immer wieder, sich leicht abzusetzen. Trotz einer starken Penaltyparade von Seravalli und engagierten Aktionen – unter anderem einem energischen Durchbruch von Sandro Gantner – liefen die Stadtberner meist einem knappen Rückstand hinterher. Kurz vor der Pause verkürzte Gantner erneut, sodass es mit 15:16 in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel glich Wanner mehrfach aus, doch defensiv fehlte phasenweise der Zugriff. Pfadi nutzte dies aus und setzte sich bis zur 49. Minute auf 23:28 ab. Auch ein Timeout brachte zunächst nicht die erhoffte Wende. Zu viele Fehlwürfe und fehlende Konsequenz in der Verteidigung liessen den Rückstand anwachsen. In der Schlussphase zeigte der BSV nochmals Moral. Die Stadtberner verkürzten Schritt für Schritt, Seravalli glänzte mit einer Doppelparade. 18 Sekunden vor Schluss fiel der Anschlusstreffer zum 30:31, doch Pfadi spielte die verbleibende Zeit routiniert herunter.
Am Ende blieb dem BSV Bern nur die knappe 30:31 Niederlage.
Bestplayer: Mehdi Ben Romdhane (Pfadi Winterthur) und Jonas Kalt (BSV Bern)
Telegramm
BSV Bern – Pfadi Winterthur 30:31 (15:16)
Mobiliar Arena | 581 Zuschauende | Boshkoski H. / Stalder L. (SR)
BSV Bern
Seravalli (35%), Fischer (17%), Eggimann (4), Jauer, Aufdenblatten (1), Kusio (5), Wanner (10), Strahm (1), Nyström (2), Rohr, Arn (1), Kalt (4), Corluka, Allemann, Gantner (2), Hirt
Strafen
5 x 2 (Nyström, Rohr, Corluka und 2x Kalt)
Bemerkungen
BSV ohne Stettler, Schnyder, Weingartner und Brändle (verletzt/krank/überzählig)
Text:
Adriana Lehmann
Bild:
Nikolai Lehmann