Aktuelles vom
15.10.2026

Knapp am Punktgewinn vorbei: BSV Bern unterliegt Pfadi Winterthur
Die Partie startete mit viel Tempo, aber auch einigen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Pfadi Winterthur kam zunächst nicht wie gewünscht ins Spiel. Tiago Cuencas scheiterte mit seinem ersten Abschluss, ehe Samuel Weingartner für den BSV Bern einen Siebenmeter herausholte. Nik Jauer verwandelte der 7 Meter sicher zum 1:0.
Doch Pfadi liess sich nicht abschütteln. Mehdi Ben Romdhane traf in Unterzahl der Berner zum 1:1 und brachte die Winterthurer zurück ins Spiel. Die Berner antworteten mit Treffern von Nico Eggimann und Marco Strahm, während die Pfadi-Abwehr immer wieder gefordert war. Auf der Gegenseite der Berner hielt Frisk Rickard mit wichtigen Paraden dagegen.
Das Spiel blieb ausgeglichen. Mehdi Ben Romdhane und Tiago Cuencas sorgten für weitere Pfadi-Treffer, während Samuel Weingartner und die Berner Offensive immer wieder Lücken fanden. Beide Teams schenkten sich nichts, und die Partie entwickelte sich zu einem intensiven und spannenden Spiel.
Mit zunehmender Spieldauer fand Pfadi Winterthur besser ins Spiel. Trotz Zeitstrafen und einer offensiv agierenden Berner Abwehr gelang es den Winterthurern, ihre Chancen konsequenter zu nutzen. Ein Flügeltor brachte Pfadi erstmals in Führung, ehe Leo Schnyder mit einem sehenswerten Abschluss unter den Beinen des gegnerischen Torhüters hindurch zum 7:8 traf.
Auch Jonas Kalt setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene. Sein schöner Pass auf den Flügel ermöglichte Jan Allemann einen Treffer aus schwierigem Winkel. Auch hinten parierte Flavio Wick wichtige Bälle.
In der Schlussphase der ersten Halbzeit blieb es hektisch. Beide Mannschaften leisteten sich Fehler, dazu kamen Zeitstrafen und ein vergebener Siebenmeter von Nik Jauer, der an Grazioli scheiterte. Pfadi nutzte seine Möglichkeiten dennoch besser und ging mit einer knappen 14:13-Führung in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung intensiv. Faris Colakovic verwandelte einen Siebenmeter für Winterthur, während Grazioli mit weiteren Paraden die Berner Angriffe erschwerte. Marco Strahm mit dem 14:15 hielt die Berner im Spiel.
Auch Leo Schnyder setzte mit seinen Durchbrüchen immer wieder Akzente. Doch auch Tiago Cuencas und seine Mitspieler kamen nun besser zum Abschluss. Als die Winterthurer ihre Chancen konsequent nutzten und defensiv kompakter standen, wuchs der Vorsprung Schritt für Schritt.
In der 45. Minute traf Tiago Cuencas zur zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung beim Stand von 16:21. Der BSV Bern reagierte mit einem Team-Time-out und versuchte, mit schnellen Angriffen zurückzukommen. Alessandro Lüthi verkürzte, und auch die Paraden von Flavio Wick verhinderten, dass Pfadi den Vorsprung weiter ausbauen konnte.
Die Schlussphase hatte es in sich. Der BSV Bern erhöhte den Druck und suchte mit schnellen Gegenstössen den Anschluss. Tim Aufdenblatten übernahm Verantwortung aus dem Rückraum, während Mehdi Ben Romdhane mit einem weiteren Treffer zum 19:23 antwortete.
Als Nik Jauer einen Siebenmeter eiskalt zum 20:24 verwandelte, blieb BSV auf Kurs. Doch Pfadi gab sich nicht geschlagen. Jauer traf erneut zum 21:25, ehe Aufdenblatten mit einem Schlenzwurf auf 22:25 verkürzte.
Die Spannung blieb bis in die letzten Minuten erhalten. Nach einem weiteren Fehler der Winterthurer holte Mehdi Ben Romdhan einen Siebenmeter heraus, den Colakovic zum 23:26 verwandelte. Jonas Kalt verkürzte anschliessend auf 24:26 und brachte die Hoffnung der Berner nochmals zurück.
Doch Pfadi hatte die passende Antwort: Tiago Cuencas traf zum 24:27. Ivan Corluka erzielte zwar noch den letzten Berner Treffer zum 25:27, doch am Ende war erneut Flavio Wick zur Stelle und parierte den letzten Abschluss.
Am Schluss reichte es nicht ganz für Bern. Pfadi Winterthur überzeugte mit Kampfgeist, wichtigen Paraden und entscheidenden Treffern in den richtigen Momenten.
Das sieht auch der Cheftrainer des BSV Berns David Staudenmann: «Wir haben über weite Strecken eine sehr gute kämpferische Leistung gezeigt und standen defensiv gut. Im Angriff haben wir uns mit zu vielen Fehlern und ungenügender Abschlussqualität das Leben selbst schwer gemacht. Deshalb bleiben die Punkte leider in Winterthur. Trotzdem nehmen wir auch viele positive Aspekte aus diesem Spiel mit. Und wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen, insbesondere in zwei, drei Bereichen, darunter auch das Tempospiel.»
Bestplayer: Mehdi Ben Romdhane (Pfadi Winterthur) und Tim Aufdenblatten (BSV Bern)
Telegramm
Pfadi Winterthur – BSV Bern 27:25 (14:13)
Axa Arena | 1278 Zuschauende | Albert Gallardo H. / Albert Gallardo O. (SR)
BSV Bern
Fischer (15%), Wick (22%), Eggimann (2), Jauer (4), Kiener, Aufdenblatten (5), Weingartner (1), Strahm (3), Nyström, Rohr, Kalt (3), Corluka (1), Allemann (1), Schnyder (4), Lüthi (1), Hirt
Strafen
4 x 2 (Rohr, Corluka und 2x Weingartner)
Bemerkungen
BSV Bern ohne Chernov und Delhees (verletzt/krank/überzählig)
Foto
Nikolai Lehmann
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