Der BSV Bern unterlag im letzten Spiel der Hauptrunde dem HC Kriens Luzern mit 37:39, sicherte sich aber dank eines Sieges von Pfadi Winterthur gegen Wacker Thun dennoch Platz 4 und damit das Heimrecht in den Playoffs.
Der Start in die Partie misslang dem BSV. Mehrere technische Fehler im Angriff ermöglichten es den Luzernern, früh mit 0:3 in Führung zu gehen. Nico Eggimann sorgte zwar für den ersten Treffer der Stadtberner, doch defensiv fanden die Gäste zunächst kaum Zugriff. Vor allem Luca Sigrist bereitete grosse Probleme und baute den Vorsprung für Kriens immer wieder aus. In der Folge kämpfte sich der BSV jedoch zurück ins Spiel. Angeführt von Michael Kusio und Levin Wanner verkürzten die Stadtberner Schritt für Schritt. Auch Torhüter Mathieu Seravalli zeigte wichtige Paraden, sodass zwischenzeitlich sogar der Ausgleich gelang. Dennoch blieb die Defensive anfällig, insbesondere gegen das Tempospiel der Luzerner, wodurch Kriens bis zur Pause wieder auf 17:20 davonzog.
Nach dem Seitenwechsel verschlief der BSV den Start erneut und geriet schnell weiter in Rückstand. Trotz einzelner Paraden von Seravalli und Treffern von Kusio, Eggimann und Arn gelang es den Stadtbernern lange nicht, den Abstand entscheidend zu verkleinern. Immer wieder scheiterten sie im Angriff am starken Torhüter Kevin Bonnefoi oder leisteten sich unnötige Fehler. Erst in der Schlussviertelstunde zeigte der BSV nochmals eine deutliche Reaktion. Mit mehr Konsequenz im Abschluss kämpften sich die Stadtberner Tor um Tor heran. Mehrfach gelang der Anschlusstreffer, doch Kriens fand jeweils die passende Antwort – allen voran Sigrist, der insgesamt 17 Treffer erzielte und kaum zu stoppen war.
So blieb die Aufholjagd am Ende unbelohnt und der BSV Bern musste sich mit 37:39 geschlagen geben. Mit Gabriel Ottrubay stand zudem ein weiterer Nachwuchsspieler im Aufgebot der QHL-Mannschaft.
Trotz der Niederlage beendete der BSV die Hauptrunde auf Platz 4. Dank der Schützenhilfe von Pfadi Winterthur, die ihr Spiel gegen Wacker Thun gewannen, konnten die Stadtberner ihren Rang verteidigen und sich damit das Heimrecht für die Playoffs sichern. Weitere Informationen zum Ticketing und Spielplan folgen morgen.
Bestplayer: Michael Kusio (BSV Bern) und Luca Sigrist (HC Kriens Luzern)
Telegramm
HC Kriens Luzern – BSV Bern 39:37 (20:17)
Pilatus Arena | 2345 Zuschauende | Boshkoski H. / Stalder L. (SR)
BSV Bern
Seravalli (23%), Brändle, Eggimann (7), Jauer (3), Kusio (7), Weingartner, Wanner (8), Strahm (1), Rohr, Arn (3), Kalt (3), Allemann, Schnyder (3), Ottrubay, Gantner, Hirt (2)
Strafen
5 x 2 (Wanner, Rohr, Hirt und 2x Weingartner)
Bemerkungen
BSV ohne Stettler, Aufdenblatten, Corluka, Nyström und Fischer (verletzt/krank/überzählig)
Text:
Adriana Lehmann
Foto:
Nikolai Lehmann