Europäische Highlights, packende Playoff-Duelle und eine erneute Halbfinal-Qualifikation: Der BSV Bern blickt auf eine intensive Saison 2025/26 zurück. Trotz Doppelbelastung durch die EHF European League bewiesen die Stadtberner Kampfgeist, feierten starke Siege im In- und Ausland und etablierten sich erneut in der nationalen Spitze.
Der BSV Bern startete mit einer knappen 27:31-Niederlage gegen die Kadetten Schaffhausen in die Saison 2025/26. Dank der Finalqualifikation der Vorsaison durfte das Team zudem in der Qualifikation zur EHF European League antreten. Gegen MRK Čakovec aus Kroatien setzten sich die Stadtberner mit zwei Siegen souverän durch und qualifizierten sich für die Gruppenphase mit hochkarätigen Gegnern wie dem THW Kiel, Montpellier Handball und Rebud KPR Ostrovia Ostrow Wielkopolski.
In der Meisterschaft zeigte der BSV ein wechselhaftes Gesicht. Klare Siege gegen Handball Stäfa, Pfadi Winterthur und den HSC Suhr Aarau wechselten sich mit unnötigen Niederlagen gegen Wacker Thun und den TSV St. Otmar St. Gallen ab. Auch international blieb das Team trotz grossem Kampfgeist ohne Sieg gegen Kiel und Montpellier. Dass mit dem THW Kiel und Montpellier Handball gleich zwei Gegner aus der Gruppe später den Final-4 der EHF European League erreichten, unterstreicht die Qualität der Gegner und die starke Leistung der Stadtberner auf internationaler Bühne. Das Unentschieden gegen Ostrow Wielkopolski sorgte zudem für einen versöhnlichen Abschluss der europäischen Kampagne.
Die Doppelbelastung machte sich im weiteren Saisonverlauf bemerkbar. Der BSV verlor gegen den RTV 1879 Basel und schied im Cup-Achtelfinal gegen den HSC Suhr Aarau aus. Gegen Ende des Jahres stabilisierte sich das Team jedoch wieder und feierte kurz vor Weihnachten einen vielbeachteten Auswärtssieg gegen den HC Kriens-Luzern in der neuen Pilatus Arena.
Nach der Nationalmannschaftspause verlief der Start ins neue Jahr harzig. Niederlagen gegen Pfadi Winterthur, den RTV 1879 Basel und Wacker Thun sowie ein Unentschieden gegen GC Amicitia Zürich setzten den BSV unter Druck. Mit drei wichtigen Siegen sicherten sich die Stadtberner dennoch den starken 4. Rang und damit das Heimrecht für die Playoffs.
Im Viertelfinal traf der BSV auf Wacker Thun. Nach drei Siegen – darunter ein dramatischer Erfolg in der Verlängerung in der Lachenhalle – zogen die Stadtberner erneut in den Halbfinal ein. Dort warteten die Kadetten Schaffhausen. Nach einer deutlichen Niederlage im ersten Spiel zeigte der BSV nochmals grossen Kampfgeist, musste sich den Ostschweizern am Ende aber geschlagen geben. Damit endete die Saison 2025/26 erneut im Playoff-Halbfinal.
Text:
Adriana Lehmann
Foto:
Nikolai Lehmann